Gelassenheit lernen 5 Tipps für innere Ruhe - Mental up Your Life

Gelassenheit lernen: 5 Soul Tipps für innere Ruhe

Wenn am Arbeitsplatz  (analog zum Lernen für wichtige Prüfungen) schlechte Stimmung ist, zuviel Stress, bist du  schnell genervt, gereizt, fühlst dich überfordert? Hier sind Tipps für dich, mit denen du mehr Gelassenheit lernen und trainieren kannst.

Worum geht’s heute?  Mehr Gelassenheit, weniger Stress im Job und auch Privat und entspanntes Wohlbefinden Emotionen und auch den online Kurs Gelassenheit.

Und dann noch: Was hat ein Zahnarzttermin, ein blauer Janosch Haifisch mit Biss und ein glückliches Känguru, das höher springt  mit Gelassenheit, genauer noch Gelassenheit lernen zu tun? Und dann diese steile These: Gelassenheit kann man lernen & trainieren. Uuups, auch noch wissenschaftlich und psychologisch begründet und gesundheitlich wertvoll.

Dein Schlüssel für Gelassenheit – quietscht er bereits?

In dieser Folge geht’s um den Begriff der Gelassenheit. Was bedeutet es gelassen durchs Leben zu gehen – durch das Berufsleben und das private Leben. Und dazu gibt es 5 handliche Tipps und Übungen.

Innere Gelassenheit ist der Schlüssel für abendliches Abschalten, gutes Durchschlafen, Entspannung und Erholung. Doch diesen Schlüssel passgenau für deine Bedürfnisse, Wünsche und dein Leben zu drehen ist nicht immer leicht.

Quietscht dein Schlüssel – hängst du häufiger am Abend dem schwierigen Gespräch mit der Kollegin nach – dem aktuellen Projekt, das nicht ganz rund läuft. – Der Deadline, die knapp bemessen ist, dann hat der Stress dich womöglich bald im Griff. Ein Zuviel  an Anspannung, an Nervosität führt zu sinkender Leistungsfähigkeit und macht auf Dauer krank.

Zunächst zum Begriff, was heißt hier Gelassenheit?

Was ist Gelassenheit?

Gelassenheit beschreibt die Fähigkeit, in sich zu ruhen. Mit Akzeptanz auf Dinge, die sich nicht ändern lassen, zu reagieren. Wer diese Fähigkeit besitzt, bleibt innerlich ruhig. Gelassene Menschen gehen auch in schwierigen Situationen souverän und entspannt auf Lösungssuche. Und jeder kann – unabhängig vom Alter- mehr Gelassenheit lernen.

Aktuelle Studien zeigen in den letzten Jahren zunehmend auf das Arbeitsleben als Stressfaktor. Also den Platz, wo auch das Team und damit Stressverstärker zusammenkommen. Ist die Stimmung im Team zusätzlich zum eigenen Befinden von Leistungstreibern und Gute-Laune-Dieben umzingelt sind die Herausforderungen hoch für den Faktor Gelassenheit.

Und hier taucht auch der grosse blaue Janosch Wal mit Biss auf. Seitdem Karin sich mit dem Thema Nein sagen und Grenzen ziehen am Arbeitsplatz beschäftigt ist dieser XXL Wal und mehr noch das Gebiss ihr morgentliches Lieblingsbild auf dem Weg zur Arbeit.

Etwas Stress ist gut – das richtige Maß ist individuell

Wichtig zum Einordnen von Stress: Anspannung bzw. Stress und Leistungsfähigkeit gehören zusammen. Fehlen körperliche und mentale Anstrengungen wäre das Leben ziemlich langweilig. Menschen brauchen zur Aufrechterhaltung ihrer Gesundheit ein gewisses Maß an Belastung.

Gleichzeitig sind die  Anforderungen unserer Gesellschaft hinsichtlich Beruf, Familie und Freizeit hoch. Diese hohe Arbeitsbelastung, der ständige Zeit- und Termindruck  können belasten. Herausforderungen im heutigen Berufs- und Familienalltag multiplizieren sich. Der Spagat zwischen Familie und Job für berufstätige Mütter ist für viele mehr als ein Kraftakt. Fehlt die gesunde Balance zwischen Anspannung und Entspannung macht uns auf Dauer krank.

Wer hier dagegen gute Routinen entwickelt, rechtzeitig Grenzen zieht, schafft die Basis für Wohlbefinden im Beruf und Alltag. Stressfaktoren wie beispielsweise Leistungsdruck, Multitasking, ständige Erreichbarkeit, Sorgen und Ängste sind dann im Abwind.

Glückliche Kängurus und weniger Stress

Menschen sind sehr verschieden – auch im Umgang mit Stress. So sind z.B. Menschen mit positiven Denkmustern, ausgeprägten sozialen Fähigkeiten besser in der Lage, Stress im Alltag zu bewältigen. Hier springen glückliche Kängurus höher. Melanie Hausler, Psychologin u.a. für positive Psychologie und Glücksforscherin schenkt  in ihrem gleichlautendem Buch eine Fülle von praktischen Möglichkeiten um gut mit Stress umzugehen, und das leicht verständlich umgesetzt.

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Wege in die Gelassenheit  – 5 handliche Soul Tipps

  1. Gelassenheit ist eine Entscheidung:

Du hast es in der Hand, diesen kleinen und unendlich wichtigen Schritt, gelassen zu bleiben. Wie stressig auch immer sich der Moment für dich anfühlt,  – du bist die einzige Person, die entscheidet, wie du jetzt mit dem Stress umgehen wirst. Ein ständiges Aufregen über Kleinigkeiten raubt dir wertvolle Energie. Stattdessen ist es besser einmal tiefer Luft zu holen, Abstand herzustellen und darüber nachzudenken, ob es sich wirklich lohnt. Manchmal hilft es sogar einfach  2- 3 Mal durchzuatmen und den Ärger damit beiseite zu legen.

  1. Wahrnehmung prüfen: Dein Stresspegel ist hoch? Dann besteht die Kunst darin ein oder auch zwei Schritte beiseite zu treten, bildlich gesprochen. Einmal tief durchzuatmen und dann, wenn die Verbindung zum Hirn wieder hergestellt ist, Fragen zu beantworten. Was genau ist passiert? Was sind die wirklichen Folgen? (und was sind eher eingebildete Folgen). Sind meine Erwartungen zu hoch? Verallgemeinere ich? Bin ich vielleicht ein bisschen sehr perfekt?

Langfristig hilft auch deine Einstellungsänderung. Dazu eine kurze Geschichte aus meinem Alltag. Der eher routinemäßig notwendige Zahnarztbesuch war in 2020 mitten in Corona, kurz nach unserem Umzug für mich eine wohltuende Entspannungspause. Ziemlich gestresst wie ich damals war, waren die Wartezeiten, die ruhige Atmosphäre sehr wohltuend und die freundliche Stimme meiner neuen Zahnärztin das Highlight des Tages. Meine Freundin wollte sich damals wegschmeissen vor Lachen. Was ich damals gemacht habe heisst Wahrnehmungslenkung. Ich habe bewußt auf die positiven Aspekte der Situation geblickt. Langfristig kannst du hier viel Gelassenheit lernen.

Übrigens… Die ruhige und freundliche Stimme meiner Zahnärztin ist auch heute noch sehr angenehm.

Grenzenlos verfügbar & leistungsfähig – Nein!

  1. Rechtzeitig Grenzen zu setzen und ein charmantes Nein auf den Lippen

Das Nein sagen fällt vielen Menschen sehr schwer . Das Lesen des Neinhorns  führt auf die richtige Spur aber leider nicht zur aktiven Tat. Wer sagt denn, dass es nicht noch eine dritte Antwort gibt. Neben Ja oder Nein gibt es immer die Möglichkeit um eine kurze Bedenkzeit zu bitten. In einer Viertelstunde, heute nachmittag oder, wenns ganz wichtig ist – Da möchte ich eine Nacht drüber Schlafen. So hast du auch Gelegenheit Herz und Hirn bei der Entscheidungsfindung an Board zu holen. Mit ausreichend bedenkzeit findest sich dann häufig auch ein gemeinsamer Kompromiss bzw weitere Optionen. Hilfreich ist es das Nein zunächst in weniger brisanten Situationen zu trainieren. Und dann mutiger Neuland auszuprobieren.

  1. Sprache und Wortwahl

Mit deiner Wortwahl fütterst du positive wie negative Denkmuster und Überzeugungen. Darauf weist die wissenschaftliche Glücksforschung aktuell hin. Möchtest du mehr Gelassenheit erlangen dann sagst du dir statt: „Oh, Gott, ich treffe  wieder katastrophale Kollegen“ eher „Kollegen mit dem gewissen Etwas“ ( Vielleicht kannst du sogar schmunzeln, für Fortgeschrittene…) oder statt: „Das Projekt wird ein „MEGA-Gau“ eher „Das Projekt ist herausfordernd“. So machst du die Dinge kleiner und dich gelassener.

  1. Notbremse ziehen

Bevor du deine Gelassenheit verlierst, verlässt du die Situation, den Raum. In der Psychologie nennt man das die  „Exit-Strategie“.  Das ist besonders in brenzeligen Situationen geeigenet. Zusätzlich schützt diese Methode dich und den anderen davor, verletzende Worten und Bemerkungen zu äußern. Hinterher ist dann Porzellan kleben angesagt, das vielleicht gleich geschützt wird.