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Heute geht es um das Thema Perfektionismus beim Lernen. Wie alles im Leben hat auch das Streben nach Perfektionismus zwei Seiten.
Grundsätzlich ist es gut hohe Ansprüche zu haben. Dann möchtest du hoch motiviert Bestleistungen erbringen, hast große Ziele. Deine Haltung spornt dich zu Spitzenleistungen an.
Möchtest du dagegen immer alles perfekt machen, klammerst du wichtige Momente der Freude beim Lernen aus. Gute Leistungen werden dann selbstverständlich, schlechte Leistungen rufen unangenehme Gefühle wie „verärgert sein“, „sehr frustriert“ oder ähnliche Emotionen hervor.
Driftest du hier zunehmend ab und störst dich immer wieder an jedem noch so kleinen Fehler, dann sind deine Ansprüche möglicherweise deutlich zu hoch.
Wissenschaftliche Forschung zu Perfektionismus
Eine aktuelle Studie mit rund 40.000 Studentinnen und Studenten belegt, dass in den letzten Jahrzehnten Perfektionismus deutlich zugenommen hat. Junge Erwachsene nehmen Leistungsdruck als psychischen Belastungsfaktor war.
Beitrag vom 25.05.2022 aktualisiert am 25.04.23
… bei Angst vor Fehlern. Wenn Du denkst, dass deine Leistungen nicht gut genug sind, du lieber passiv bleibst und nichts sagst.
… beim Aufschieben. Du bestehst darauf, dass die Umstände nicht perfekt sind. Deshalb kannst du nicht anfangen.
… darauf zu bestehen „Es gibt nur einen richtigen Weg“. Ich kann nur lernen, wenn mein Lieblingsstift am Platz ist, …)
… kein Lob anzunehmen, eher die Leistungen zu relativieren.
… viel schlechter Stimmung als Dauerzustand. Die Anspannung reduziert deine Fähigkeiten flexibel und mit Humor und Lachen zu reagieren.
… Du fokussierst dein Bild vom Lernen auf angeblich schwere Fehler. Lernen fällt dir emotional immer schwerer.
… in Selbstkritik. Du bist enttäuscht von dir, fühlst dich schlecht … Dauerstress geht häufig mit Schlafstörungen einher, stört private Beziehungen und das Familienleben empfindlich.
Du bist zunehmend erschöpft und deine to-do-Liste bleibt ewig unvollendet. Zack und wieder ist die Perfektionismusfalle zugeschnappt. Deine ausgeprägten Selbstzweifel stehen deinem Selbstwert und Selbstbewußtsein massiv im Weg.
Es lohnt sich daher in das Thema Perfektionismus tiefer einzutauchen. Der innere Antreiber „Sei perfekt“ führt dich in eine emotionale Negativspirale. Dann beginnt ein Teufelskreis: Die Suche nach Vollkommenheit in einer hochkomplexen und schnellen Welt. … Zum Scheitern verurteilt.
Das Modell der inneren Antreiber stammt aus der Transaktionsanalyse. Eine psychologische Methode, ein Kommunikationsmodell, das sich mit Persönlichkeit und Kommunikation beschäftigt. Die Transaktion bedeutet hier zwischenmenschliche Kommunikation, Die „Hauptrollen“ spielen hier neben „Sei perfekt!“ „Sei stark!“, „Mach schnell!“ „Mach es allen recht!“ sowie „Streng dich an!“
Die Spielzeit kann unbegrenzt dauern, denn eigentlich sind es positive Eigenschaften. Sind die Heldenrollen dagegen schlecht besetzt verursachen sie durchaus mörderischen Stress oder freudlicher formuliert: Es lohnt sich an inneren Haltungen wie zum Beispiel dem Umgang mit Stress ( „nur 110 % Einsatz umzusetzen, statt 150 %) zu arbeiten und neue Gewohnheiten zu lernen. Das geht nicht von Heute auf Morgen. Kleine Veränderungen sind auf Dauer sehr zielführend. Das Modell des Growth Mindset eröffnet grosszügig Spielraum für Lernexperimente und viele Lösungen.
Perfektionismus gibt es in der gesunden Variante und auch in der krankmachenden Variante. Dann bleiben Entspannung, Lebensfreude und Zufriedenheit auf der Strecke.
Das klingt nach einem XXL Perfektionismus Paket. Zumindest lohnt es sich für deine Entwicklung die zunehmende Selbstoptimierung, die mit den zahlreichen digitalen tools und tracks erst möglich ist hat auch mit den Schattenseiten zu begreifen. Manches deutlich in Frage zu stellen und Nein nicht nur zu sagen, sondern auch zu leben!
Obwohl viele wissen und erahnen, was ihnen gut tun würde, sind sie im Hamsterrad gefangen. Das Leistungsstreben wird dann möglicherweise zur Falle. Zufriedenheit und Freude spielen eine Nebenrolle, du bist immer unzufriedener und häufig auch überfordert. Zuviele Probleme und negative Gedanken bestimmen deine Sicht aufs Lernen und deine Leistung. Auf Dauer sehr ungesund, denn hier entstehen auf Dauer Angststörungen und Burnout.
Erfreulicherweise gibt es zahlreiche Lerntipps und mentale Tricks, das perfektionistische Lernen und den eigenen Lernprozess gezielt zu verändern.
Hier habe ich viele Informationen zum erfolgreichen Lernen und wesentlichen Lernstrategien beschrieben.
Im Podcast erfährst du wie du mit praktischen 5 Impulsen und Tipps im Alltag deinen (möglicherweise unbewussten) Wunsch nach Perfektion loslassen kannst.
Mentale Power mit mehr Selbstmitgefühl